Fichtenrundholz immer häufiger über 130 €/fm
Hohe Kiefernrundholzpreise in weiteren Abschlüssen bestätigt
Außerhalb des üblichen Quartalsturnus haben im August mehrere deutsche Forstbetriebe mit Sägewerken über Anschlussverträge verhandelt. Vor allem in Nordrhein-Westfalen wurden im Leitsortiment L 2b Fichten-Abschnitte B/C zu 133 €/fm bei Stärkeklassenabschlägen von 10 €/fm vereinbart. Damit wurde das seit Frühsommer bestehende Preisniveau von 130 €/fm ab Waldstraße deutlich bestätigt.
Die Vertragslaufzeiten reichen vielfach bis Jahresende, teilweise auch bis ins 1. Quartal 2026. Vergleichbare Preise von 127 bis 130 €/fm ab Waldstraße sowie 128 bis 132 €/fm ab Waldstraße werden aus Rheinland-Pfalz und Hessen gemeldet. In Niedersachsen liegen die Preise inzwischen deutlich über 120 €/fm ab Waldstraße. In den ostdeutschen Bundesländern werden vor allem in Thüringen und Sachsen 115 bis 120 €/fm ab Waldstraße erzielt, während im Nordosten -überwiegend aufgrund von Altverträgen -noch deutlich niedrigere Preise von teils nur 100 €/fm ab Waldstraße verzeichnet werden.
Unterlieferung von Fichten-Vorverträgen
In laufenden Verträgen zeigen sich Lieferrückstände, die in erster Linie auf das weiterhin fehlende Käferholz zurückzuführen sind. Neben der bereits seit längerem bekannten Nutzung von Vertragsklauseln zur Unterlieferung haben Forstbetriebe darauf mit einem vorgezogenen Beginn des Frischholzeinschlags reagiert. Dennoch zeichnet sich bereits ab, dass vereinbarte Mengen nicht innerhalb der Vertragslaufzeiten vollständig bereitgestellt werden können.
Preisabstand von Fichte zu Kiefer
Bei Kiefernstammholz und -abschnitten wurde der Aufwärtstrend in den vergangenen Wochen ebenfalls durch weitere Abschlüsse bestätigt. Trotz Aufschlägen, durch die Kieferstammholzpreise immer häufiger nahe an 100 €/fm ab Waldstraße heranreichen, vergrößert sich der Abstand zu den Fichten-Spitzenpreisen. Im Privatwald werden teils noch Preise unter 80 €/fm erzielt, was somit zu einer breiten Preisspanne führt.
Kiefer wird nicht nur als Ersatz für Fichten-Sägerundholz nachgefragt. Die hohe Nachfrage wird auch durch die Konkurrenz mit Sägewerken beeinflusst, die Schnittholz für Paletten-und Verpackungsfertigung herstellen. Anders als Span-und MDF-Werke arbeiten OSB-Fertigungen mit einer hohen Auslastung und benötigen Industrieholz. Besonders in schwachen Rundholzdimensionen führt dies zu einer zusätzlichen Konkurrenzsituation.
Quelle: HOLZKURIER.com
