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Aktuelles Winkler Holz

 

Immer auf dem neuesten Stand

 

Hier finden Sie News über unseren Betrieb, die Branche und alles, was Zimmerer, Dachdecker und Holzbauer so interessiert. 

 

 

 

Warum es sich für Bauherrn lohnen kann, Angebote zu bezahlen

Immer weniger wollen Zimmerer kostenfrei Angebote erarbeiten, um Ihren Kunden konkrete Vorschläge machen zu können. Zuviel Arbeit ist damit verbunden und bei guter Auftragslage hat niemand mehr Lust, das Wochenende mit der Erarbeitung von Kundenlösungen zu verbringen, die dann oft doch nicht zum Auftrag führen.

Zum Glück bemerken immer mehr Bauherrn, dass ein bezahltes Angebot für sie eine gute Sache sein kann. Das sind die Gründe dafür:

  1. Das Angebot wird besser. Wenn eine Arbeit bezahlt wird, wird sie besser gemacht. Im Focus steht die Lösungsfindung und nicht die Absicht zu einem möglichst tiefen Preis einen Auftrag zu bekommen. Das schützt vor Überraschungen.
  2. Der Kunde gewinnt solide Entscheidungsgrundlagen. Oft ist das Projekt noch nicht im Detail festgelegt, die beste Variante muss noch gefunden werden und was das Ganze kostet, ist bisher mehr geschätzt als gerechnet worden.
  3. Der Kunde erkennt, mit wem er sich einlässt. In der Angebotsphase lernt man sich besser kennen, der Kunde kann sich ein Bild machen über die Leistungsfähigkeit, die Kompetenz und die Zuverlässigkeit seines zukünftigen Partners und gewinnt damit an Sicherheit.

 

Gesunder Menschenverstand in Österreich

Die Datenschutzverordnung ist in Kraft. Die Unternehmen in der ganzen EU zittern vor den angekündigten Strafen – außer in Österreich.

Die angekündigten Strafen sind drakonisch: Bis 4 % des Umsatzes kann es Unternehmen kosten, wenn sie gegen
die Bestimmungen der neuen Verordnung verstoßen. Im letzten Moment, nämlich Ende April, hat der Nationalrat in Österreich beschlossen, nur Bußen bei Wiederholung zu verhängen. Zunächst aber kommt man mit einer Abmahnung davon. Bravo!

Gesunder Menschenverstand in der Schweiz

Auf der Themenliste der Schweizer Räte steht diesen Sommer die Revision des Bundesgesetzes über die Vergabe öffentlicher Aufträge. Das könnte der Anfang einer neuen Ära werden: weg von der kurzfristigen Preisorientierung hin zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit.

Tiefe Kosten sind im Interesse der Steuerzahler. In der Schweiz aber hat man erkannt, wie sehr die einseitige Preisorientierung, die wie überall in den Gesetzen zum Beschaffungswesen verankert ist, oft auf Kosten der Qualität geht.
Innovative Lösungen, Lebenszykluskosten und Nachhaltigkeit werden kaum berücksichtigt. Die immer häufiger festgestellten Baumängel zeigen eindrücklich, wohin eine Fokussierung auf das billigste Angebot führen kann. Wenn der Preis zu tief ist, bleibt dem Unternehmer nur noch die Möglichkeit, auch seine Leistung nach unten anzupassen.

Man darf gespannt sein. Möglicherweise wird diesen Sommer bei den Eidgenossen ein Paradigmenwechsel in der öffentlichen Vergabe eingeleitet.

Der Teufelskreis der Rabatte

Es gibt Anfragen ohne Ende, die Handwerker haben mehr zu tun denn je. Und doch, einige können es nicht lassen, sich ihre Aufträge mit Rabatten zu erkaufen. Und das oft mit verheerenden Folgen.

 

Jetzt ist die Zeit, vernünftige Preise zu verlangen. Rabat ist eine Stadt in Marokko, aber nichts für den Zimmerer. Denn jetzt kann er Geld verdienen, in die Zukunft investieren, sich selbst einmal etwas Gutes tun. Ein Plädoyer dafür schrieb Armin Leinen in bauelemente-bau, dem Fachmagazin für Bauausstatter

Immobilienblase in Deutschland ?

Die Gerüchte verdichten sich. Nach einigen guten Jahren hektischen Bauens bläst sich der Markt auf zu einer Blase, die dann platzt. Mit verheerenden Folgen für jeden, der im Bau sein Geld verdient.Nachdem wir überall Baukräne sehen, die Krise in den USA vielleicht mitverfolgt haben und uns generell an schlechte Nachrichten gewöhnt sind, scheint uns das schon fast wahrscheinlich.
 
 
Der bekannte Immobilienspezialist Alex Düsseldorf Fischer erklärt in seinem Video, warum der Markt in Deutschland noch weit von jeder Blasenbildung entfernt ist, was in den USA anders war und warum wir, was den Immobilienmarkt betrifft, vor einer Reihe guter Jahre stehen dürften. Für den, der auch einmal eine gute Nachricht ertragen kann, hier ist der Link 
 

Zurück in die Steinzeit – EU reguliert uns zu Tode

Ab Mai 2018 gilt in ganz Europa die neue Datenschutzverordnung. Ein ganz neues Betätigungsfeld, in dem Bürokraten ihre Schlingen auslegen und reiche Beute machen können. Denn, wie könnte es anders sein, wer Fehler macht, wird drastisch bestraft. Ein Thema, das uns Selbständige nicht wirklich interessiert, aber interessieren muss. Denn die Verordnung kommt auf uns zu und sie gilt für große Firmen genauso wie für den 1-Mann-Betrieb.

 

Wer es genau wissen will, liest den Artikel von Ronald Barazon aus den Deutschen Wirtschaftsnachrichten vom 3. März 2018

Zimmerer: viele Aufträge - wenig Mitarbeiter

Die Zimmerer haben mehr zu tun denn je, die Fachkräfte aber sind kaum zu finden.

 

Was ist zu tun?

 

„Meine Auftragsbücher sind voll, die Termine kurz - nur ist es immer schwieriger, die für diese Aufträge nötigen Fachkräfte zu Verfügung zu haben. Und als wäre es nicht genug, beginnt gleichzeitig die eigene Mannschaft zu bröckeln. Einer wandert ab zu Audi, damit er mehr Zeit hat, seiner Frau mit dem Kind zu helfen, ein anderer will ausgerechnet jetzt 5 Wochen Urlaub und ein weiterer ist krank und hat die Grippe." So einer unserer Kunden im Originalton.

 

Was kann er tun?

 

  1. Zuerst das Wichtigste: Sich bei den auszuführenden Arbeiten auf das zu konzentrieren, was unbedingt getan werden muss: die Arbeit auf der Baustelle. Die eigene Produktion stehen lassen, möglichst vorgefertigte Teile einkaufen, den Dachstuhl fertig abgebunden liefern lassen.


  2. Wir alle werden uns wohl in's Zeug legen müssen, um in unserer Bekanntschaft, in Schulen, bei den eigenen Mitarbeitern, vermehrt die Attraktivität unseres Berufs bewusst zu machen. Solange sich die Volksmeinung, wonach jeder und jede mit etwas Grips an eine Hochschule gehört, weiter anhält, werden die Nachwuchsprobleme wohl nicht besser.

 

Die alte Aussage, die vom Handwerk mit dem goldenen Boden erzählt, wird sich in Zukunft mehr bewahrheiten denn je. Wenn es fast keine Handwerker mehr gibt, sind diejenigen, die es noch sind, gesuchter denn je.

 

Holzindustrie: Österreich wird zur Großmacht und überrollt Deutschland !

Die vier größten Leimholzhersteller Europas kommen inzwischen allesamt aus Österreich. Rund 1.2 Mio m3 produzieren sie im Jahr, mit den modernsten Anlagen, die es gibt. Durch zuletzt getätigte Übernahmen deutscher Industrien wird das Land zur Holzgroßmacht.

 

Binder übernahm letzten Sommer Klenk Holz, Hasslacher im Herbst Nordlam und zuletzt die Mayr-Melnhof-Gruppe Hüttemann in Wismar und Olsberg, Mosser ist noch auf der Suche.

 

Was heißt das für die Zimmerer in Bayern? Zunächst haben sie vom Auftreten der Österreicher profitiert: die Leimholzpreise sind stark zurückgegangen, von den Anfängen des BSH auf Heute um fast die Hälfte. Das hat den Verbrauch von BSH stark angekurbelt und die Arbeit für den Zimmerer viel einfacher gemacht. Gleichzeitig erschließen von diesen Industrien vorangetriebene Innovationen wie etwa Brettsperrholz dem Zimmerer ganz neue Möglichkeiten.

 

Andererseits ist aber zu erwarten, dass die Zeit der billigen Preise zu Ende geht. Denn wenn nur mehr wenige Betriebe den Markt dominieren, stellt sich bald - wie am Beispiel OSB gut zu erkennen - ein einheitliches und für die Industrie gut auskömmliches Preisniveau ein.

 

Das neue Werkvertragsrecht

Seit dem 1. Januar 2018 ist es gültig, und für den Zimmerer bringt es ein paar wichtige Veränderungen. Es ist gut, darüber  Bescheid zu wissen. 

 

Das wichtigste in Kürze: Abschlagszahlungen können – anstatt wie bisher gemäss Wertzuwachs – neu in der Höhe der erbrachten Leistungen verlangt werden, und zum ersten Mal ist im Gesetz bei wichtigen Gründen ein Recht zur fristlosen Kündigung vorgesehen. Weiter neu ist das Anordnungsrecht des Bestellers für den Fall einer Änderung des vereinbarten Werkerfolgs, sofern diese als zumutbar eingeschätzt wird.

 

Neu geregelt sind im Weiteren die Vergütungen von Aenderungsleistungen, die Zustandsfeststellungen bei verweigerter Abnahme und eine prüffähige Schlussrechnung wird zur Fälligkeitsvoraussetzung. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Regelungen für den Verbraucherbauvertrag ebenso wie für die Architekten-  und Bauträgerverträge.

 

Wer es genau wissen will, liest den Artikel von Philipp Scharfenberg in der Deutschen -Handwerks-Zeitung: die Veränderungen werden hier hervorragend zusammengefasst  und die Musterverträge für ein Einzelgewerk oder für einen Fertigbau können gute Dienste leisten. 

Link Deutsche Handwerkszeitung

Geht uns das Holz aus?

Der Sturm Friedericke hat Holz geschlagen und manch einer träumt schon jetzt von sinkenden Preisen. Unsere Gespräche mit Sägewerken und Holzindustrie aber lassen diese Träume schnell zerstieben. Europa hat das Holz entdeckt, der Holzbau läuft und was in Deutschland nicht verbaut wird, lässt sich mühelos und zu guten Preisen exportieren.

 

Selten hat es zu dieser Jahreszeit bei den Sägewerken so geboomt. Verpackungsware für Kisten und Paletten ist dringend gesucht, für Schnittholz in die USA und nach China werden Höchstpreise bezahlt.

 

Es ist zu wünschen, dass die Holzindustrie jetzt  partnerschaftlich mit dem Forst umgeht. Holz wird knapp und spätestens dann, wenn eine Ware knapp wird, ist jeder froh, auf gute Lieferantenbeziehungen bauen zu können. Denn es zeigt sich immer wieder: wenn Lieferanten Extraleistungen bringen sollen – und sei es nur mit einem schnellen Liefertermin, sind die leichter zu haben, wenn die Beziehung stimmt.

 

Weitere Informationen können Sie sich hier downloaden.

Gewusst wie!

Gewusst wie!Groß frisst immer klein? Mitnichten! Mit den richtigen Techniken und Strategien lernen auch die Kleinen der Geschäftswelt den Big-Business-Konzernen das Fürchten. Lesen Sie hier eine kleine Anekdote mit einer besonders raffinierten Methode, den Großen ans Schuhleder zu gehen.
 
In einem einstöckigen Haus betreiben ein Mann und eine Frau ein Schuhgeschäft. Die Grundstücke rechts und links von dem Geschäft sind unbebaut. Eines Tages wird links neben dem Schuhgeschäft ein 4-stöckiger Bau hochgezogen. Es entsteht ein neues Schuhgeschäft, das nach wenigen Wochen eröffnet werden soll. Ein riesiges Plakat an der Hauswand verkündet: „Zur Eröffnung alles 30% günstiger!“.
 
Die Situation für das kleine Schuhgeschäft wird noch schwieriger. Auch auf dem Grundstück zur rechten Seite entsteht ein neuer Bau, ebenfalls ein neues Schuhgeschäft: noch größer, insgesamt 6 Stockwerke. Und ein riesiges Plakat verspricht dem Kunden: „Schnäppchenpreise! 40 – 50% Rabatt!“.
 
Der Mann und die Frau aus dem alten Schuhgeschäft beraten sich und entschließen sich dazu an ihrem Gebäude ebenfalls ein Plakat anzubringen. Am nächsten Tag ist ihr Schuhgeschäft voller Kunden. Auf dem Plakat steht: „Haupteingang“.

Gesetz zur Styropor-Entsorgung

Gesetz zur Styropor-EntsorgungAm 07.07. hat der Bundesrat einer neuen Verordnung zugestimmt, die die Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen wieder vereinfacht.
 
Vor allem das Dachdeckerhandwerk hatte unter der Neuregelung gelitten, die am 30. September 2016 in Kraft getreten war. Dadurch war der auch als Styropor bekannte Dämmstoff als gefährlich eingestuft worden; es kam zu Entsorgungsengpässen und Preisexplosionen – wir berichteten ausführlich.
 
Mit der neuen Verordnung ist nun eine dauerhafte Lösung des Problems gefunden worden: Soweit Abfälle HBCD oder andere POP´s enthalten, werden diese Abfälle dauerhaft als ungefährlich eingestuft. Um die vollständige thermische Verwertung sicherzustellen, wird ein Nachweisverfahren zur Sammelentsorgung eingeführt.
 
Der entsorgende Handwerksbetrieb kann dabei den bewährten Sammelentsorgungsnachweis nutzen. Die Mengenbeschränkung für gefährliche Abfälle auf 20 Tonnen pro Baustelle und Jahr entfällt für HBCD-haltige Polystyrole aufgrund der fehlenden Einstufung als gefährlicher Abfall und weil der Sammelentsorgungsnachweis genutzt werden kann.
 
Diese Regelung hatte der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) eingebracht, der kritisch anmerkte, dass diese Grenze bei nassen Materialien schnell erreicht werde. Auch wurde die für das Dachdeckerhandwerk wichtige Präzisierung von Verbundstoffen vorgenommen: so werden in der Verordnung nun konkret XPS- und EPS-Dämmstoffe mit Bitumen- und PU-Kleber-Anhaftungen aufgeführt. Damit sind Anhaftungen an Dämmsoffen eindeutig von der Pflicht der Getrenntsammlung befreit.
 
(Quelle: Magazin DDH)

Vorsicht VOB-Vertrag

VOB-VertragEine Rechnung wird fällig und der Kunde zahlt nicht. Ist er dann automatisch im Verzug? Wie immer kommt es darauf an – Unterschiede und ihre Konsequenzen erläutert Wolfgang Reinders im Gespräch.
 
Dachdeckermeister Markus Dürscheid: Das Geld muss fließen. Kommt beim Zahlungsfluss Sand ins Getriebe, insbesondere schon bei den Abschlagszahlungen, ist das für mich immer ein ernstes Alarmzeichen. Wann ist eine Abschlagszahlung fällig und wann ist der Kunde in Verzug?
 
Rechtsanwalt Wolfgang Reinders: Erst einmal muss man im Vertrag dafür sorgen, dann man überhaupt kurze Abschlagszahlungsfristen hat. Wer den reinen VOB-Vertrag unterschreibt, unterschreibt gewissermaßen sein eigenes „Todesurteil“. Die Ausrede: „Das war eben so, sonst hätte ich den Auftrag nicht gekriegt“, mag man gelten lassen. Dann soll sich aber keiner im Nachhinein beschweren, wenn´s schiefläuft.
 
Nach VOB/B muss man drei Wochen warten, bis die Abschlagsrechnung fällig wird. Bis dahin hat man viel Geld im Vorleistungsrisiko stecken und ist stets erpressbar. Viel besser ist ein genauer Zahlungsplan mit kürzeren Fristen, was natürlich auch innerhalb eines VOB-Vertrages möglich und erlaubt ist. Oder idealerweise der BGB-Vertrag. Da ist die Abschlagszahlungsfrist: null!
 
Dürscheid: Dann ist die Rechnung fällig und der Kunde muss zahlen, richtig? Und wenn dann doch nicht gezahlt wird?
 
Reinders:Richtig. „Fälligkeit“ bedeutet: Jetzt muss gezahlt werden. Dummerweise passiert aber nichts, wenn nicht gezahlt wird. Das heißt, der Handwerker kann nicht sofort die Baustelle einstellen, um den Kunden unter Druck zu setzen. Konsequenzen drohen erst, wenn der Kunde in Verzug gerät.
 
Dürscheid: Und wie funktioniert das?
 
Reinders: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die klassische Methode ist die Mahnung. Eine Mahnung ist jedoch eigentlich überflüssig. Denn der Kunde kommt sofort in Verzug, wenn auf der Rechnung von Anfang an ein genaues Zahlungsdatum steht. Dann fallen Fälligkeit und Verzug gewissermaßen zusammen auf einen Tag. Theoretisch ginge auch; Drei Tage nach „Rechnungszugang“.
 
Dürscheid: Und was löst der Verzug dann aus?
 
Reinders: Der Baustellenstopp ist bei Abschlagsrechnungen sofort möglich und für den Bauherrn sicherlich auch die unangenehmste Konsequenz. Daneben werden Verzugszinsen fällig und man kann auf Kosten des Kunden zum Anwalt gehen.
 
Dürscheid: Und wenn der Bauherr mit angeblichen Mängeln kommt, ein Zwischenmaß fordert oder sonst ein Haar in der suppe findet?
 
Reinder: Wenn wirklich etwas dran sein sollte an den Einwänden des Bauherrn, wird die Rechnung leider erst gar nicht fällig. Dann muss man die Rechnung konsequent „nachbessern“, und das sehr schnell tun. Die Abschlagsrechnung muss formell absolut in Ordnung sein, also insbesondere den richtigen Leistungsstand inklusive Zwischenaufmaß wiedergeben. Beim Mängeleinwand können Sie sofort auf der Baustelle nachbessern.
 
Ohne sofortige Nachbesserung kann der Bauherr die geschätzten Beseitigungskosten mal zwei nehmen und abziehen. Den Rest muss er aber zahlen. Er kann nicht die ganze Abschlagsrechnung einbehalten. Beim Privatkunden muss man zudem bei der ersten Abschlagsrechnung einen fünfprozentigen Sicherheitseinbehalt zugunsten des Kunden von vornherein abziehen - ab 2018 allerdings nicht mehr. Wenn das alles gegeben ist, sollte man den Baustellenstopp konsequent durchziehen.
 
Dürscheid: Und bei der Schlussrechnung?
 
Reinders: Fälligkeit bei VOB/B 30 Tage, bei BGB null. Verzug identisch wie bei der Abschlagsrechnung. Allerdings hat man bei Nichtzahlung kein echtes Druckmittel mehr. Da bleibt dann nur der mühsame Weg zum Gericht.
 
Dürscheid: Und Inkasso?
 
Reinders: Bringt nach meiner Erfahrung im Baubereich so gut wie nichts.
 
(Quelle: Magazin DDH)

Jubilare: Wir sind stolz auf sie

JubilareVor kurzer Zeit haben gleich drei unserer Mitarbeiter ein Jubiläum feiern können: Martha Maidl und Daniel Haselbeck sind seit 10 Jahren mit dabei. Und Sepp Unertl hat's sogar 37 Jahre bei uns ausgehalten.
 
Das macht uns stolz und gibt uns Mut für die Zukunft. Stolz sind wir, weil damit deutlich wird, dass wir uns, trotz aller Veränderungen und Umstrukturierungen, die uns geholfen haben, im Konkurrenzumfeld zu überleben, immer wieder zusammenraufen konnten und Winkler Holz über Jahrzehnte hinweg ein attraktiver Arbeitgeber bleiben konnte.
 
Mit diesen drei Mitarbeitenden und allen anderen, die schon lange bei uns sind, verfügen wir über die Erfahrung und das Know-how, um unsere Kunden gut bedienen zu können. Holz verkaufen kann heute jeder. Aber nur wer die Arbeit des Zimmerers im Detail kennt, weiß, worauf es ankommt. Und nur wer sich dafür einsetzt, dass er dies auch bekommt, kann langfristig in diesem Geschäft überleben.
 
Die Mischung von Alt und Jung in unserem Team, der gegenseitige Respekt und damit der Wille sich gegenseitig zu unterstützen, steht am Anfang unserer Stärken: unserer Schnelligkeit, unserer Zuverlässigkeit und unserer Fachkompetenz. All das wird deutlich, wenn wir Jubilare feiern können – und darüber freuen wir uns!

A Bia schodt nia!

(Nachlese zum 1. April)

 

BierEine Büffelherde bewegt sich nur so schnell wie der langsamste Büffel. Wird die Herde gejagt, werden die langsamsten und schwächsten Tiere am Schluss der Herde zuerst erlegt.

Indem diese regelmäßig wegfallen, wird die Schnelligkeit und Gesundheit der Herde erhalten und sogar verbessert.

Ganz ähnlich spielt sich diese natürliche Selektion in unserem Gehirn ab. Bei übermäßigem Alkoholkonsum werden Hirnzellen abgetötet, jedoch auch hier erwischt es nur die langsamsten und schwächsten Zellen. Da das Gehirn aber nur so schnell arbeiten kann, wie die langsamsten Zellen den Strom passieren lassen, wird so die Leistungsfähigkeit des Gehirns erhalten.

Zusammengefasst: Alkohol hilft also, indem durch ihn die langsamen Zellen eliminiert werden, das Hirn zu einer schnelleren und effizienteren Maschine zu machen.

 

Alkoholkonsum und Leistungsfähigkeit hängen zusammen

 

So die neuesten Studien aus der Hirnforschung. Sie beweisen damit einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und beruflicher Leistungsfähigkeit.

Nur wer sich hin und wieder dem haltlosen Alkoholkonsum hingibt, kann seine Denkfähigkeit auf dem Niveau seiner jungen Jahre halten.

 

Aufruf: Mit der Flasche leben

 

Dies ist ein Aufruf. Lasst uns wieder in die Kneipen zurückgehen und zechen wie in jungen Jahren. Unser Land braucht Höchstleistungen und wir sollten uns Aufstiegschancen nicht verbauen. Lasst uns mit der Flasche leben und unser Bestes geben.

Gebt diese Botschaft an Eure Freunde und Bekannten weiter, die Gefahr laufen, ihre Leistungsfähigkeit zu verlieren.

Ich hol mir inzwischen schon mal ein Bier...

Von der Freude ein Haus aus BSP zu bauen

Interview mit dem Zimmerer Peter Deischl und seiner Tochter Anna

Hausbau mit BrettsperrholzPeter Deischl ist Zimmerermeister und ein langjähriger Winkler-Stammkunde. Er hat schon einige Häuser gebaut, diesen Frühling aber erstmals mit Brettsperrholz. Nachdem das Haus stand, machten wir mit ihm, seiner Tochter Anna und ihrem Freund, für die das Haus bestimmt ist, ein Interview.

 

Du hast schon einige Häuser gebaut, Peter, es nun aber das erste Mal mit BSP angepackt. Was ist dein Eindruck?

 

Das ist gelaufen wie geschmiert. Am meisten beeindruckt hat mich, wie einfach und reibungslos das ging. Am 18. April um 7:30 Uhr kam der Lastwagen auf die Baustelle, 3 Tage später stand das Haus samt Dach. So problemlos und schnell habe ich noch nie ein Haus gebaut.

 

Wie lief es denn genau ab?

 

Am 1. Tag war das Erdgeschoss mit den Wänden und Decke fertig. Am 2. Tag bauten wir die Wände im Obergeschoss und den Dachstuhl, am 3. Tag war schon die Dachschalung drauf und das Ganze wasserdicht mit Dachpappe bedeckt. Insgesamt haben wir das zu dritt mit einem Kranfahrer geschafft.

 

Woran hat´s gelegen, dass alles so gut geklappt hat?

 

Es sind verschiedene Einflüsse, die hier zusammenspielen. Die Planung war sorgfältig gemacht, bei der Lieferung hat alles gestimmt. Schon vor Baubeginn bekamen wir einen guten Verlegeplan, den wir genau studiert haben. Und, ganz wichtig, der Lastwagen war so beladen, dass wir schrittweise abladen und aufbauen konnten. Alle Elemente waren gut vorbereitet, sauber einfoliert mit Schlaufen dran, um sie gut hochheben zu können. Was sicher auch geholfen hat, wir haben beim Hersteller schon einmal ein Musterhaus genau ansehen können.

 

Das heißt, Du warst beim Produzenten?

 

Ja, wir sind extra zu Unterrainer nach Tirol gefahren. Anna wollte das Haus, das sie baut, schon einmal in natura gesehen haben. Und mir war´s wichtig, den Betrieb und die Menschen, die dort arbeiten, kennen zu lernen.

 

Und, hat´s Dir gefallen?

 

Ja, die waren sehr nett und kompetent, wir haben uns sofort gut verstanden. Das ist nicht so eine große anonyme Fabrik, sondern der Unterrainer ist selbst eine Zimmerei wie wir, der mittlerweile zum BSP-Produzenten gewachsen ist. Er weiß aus eigener Erfahrung, was es braucht, um so ein Haus aufzustellen. Man merkt schon, die haben selbst schon eine ganze Reihe von Häusern bei sich in Tirol aufgestellt. Was mich sehr freut: Die haben sich viel Zeit genommen und haben uns zugesagt, auch mit unseren Kunden zusammen, jederzeit wieder zur Besichtigung kommen zu können.

 

Nun, nach dem Erfolg, wirst Du weitere Häuser mit BSP bauen?

 

Mit Sicherheit, das ist ein große Chance für uns Zimmerer. Auch kleinere Betriebe können hier innerhalb kurzer Zeit ganze Häuser aufstellen, sind wettbewerbsfähig und können ein gutes Geld verdienen. Wichtig ist es allerdings, gute Partner zu haben. Den Winkler kennen wir schon lange und wissen, auf den kannst dich verlassen. Mit dem Unterrainer zusammen ist´s ein gutes Gespann. Fachlich auf der Höhe und topflexibel. Wir hatten ausgerechnet in der Planungsphase Probleme mit unserer EDV, trotzdem haben sie uns alle Pläne, die weg waren, gleich wieder nachgeliefert. Und, wenn es Fragen gab, waren die da, haben sich gekümmert, und zwar sofort.

 

Und was sagen die Tochter und ihr Freund, also die Besitzer, zu Ihrem neuen Haus?

 

Wir freuen uns jetzt schon auf das Einziehen. Das Haus ist super und wir würden es jedem empfehlen mit BSP zu bauen. Mein Freund ist auch Zimmerer, wir beide helfen auch viel beim Bau mit. Das Haus passt einfach zu uns.

 


Gibt es etwas, was Du unseren Zimmerern, die mit BSP ein Haus bauen wollen, noch mitgeben möchtest?

Ja. Obwohl wir am Anfang 10 Zentimeter Außenwände haben wollten, haben wir uns am Schluss doch noch für 14 Zentimeter entschieden. Das war eine super Entscheidung. Natürlich wär´s mit 10 Zentimeter Wänden gegangen, aber 14 Zentimeter geben schon ein ganz anderes Gefühl von Stabilität. Man stellt die Wände hin, und das Haus steht!

BGB-Vertrag: Kein detaillierter Stundenzettel notwendig

Wer als Handwerker mit seinen Privatkunden auf der Basis eines BGB-Vertrages zusammenarbeitet, der muss keine detaillierten Stundenzettel vorlegen. Das hat der BGH entschieden.



Rechtsanwalt Wolfgang Reinders erklärte gegenüber „DDH“: „Der BGH hat gesagt, dass man nur darlegen muss, welche Stunden man insgesamt gebraucht hat und was man genau gemacht hat. Es ist vor allem keine Differenzierung geschuldet, welche Arbeitsstunden an welchem Tag für welche Tätigkeiten angefallen sind.“



Sollte der Kunde dann monieren, dass zu langsam oder zu aufwändig gearbeitet wurde, so muss der Kunde das auch fachlich begründen können. Sollte sich ein solcher Streit nicht beilegen lassen, entscheidet ein Gutachter.



Wichtig: Das Urteil des BGH bezieht sich auf einen BGB-Vertrag. Beim VOB-Vertrag ist es im Streitfall weitaus bedeutender, dass man unterschriebene Stundenzettel des Kunden vorweisen kann. Deshalb sollte man hier unbedingt darauf achten.


Landwirtschaftsminister macht sich für den Holzbau stark

In Deutschland fehlen eine Millionen Wohnungen und zwar hauptsächlich dort, wo alle hinwollen: In den Ballungszentren der großen Städte.

 

 

Ein Bedarf, der fast nur über Aufstockungen gedeckt werden kann. Der ideale Baustoff dafür: Holz. Ein leichter Baustoff, sauber zu verarbeiten und ideal für jegliche Form der Vorfabrikation.



Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt will gutes Bauen mit Holz unterstützen und in der Charta Holz darauf achten, dass dieser Baustoff im Bausektor vermehrt verwendet wird. Und, er bekommt Rückenwind von Naturschutzorganisationen.



„Der Energiebedarf am Bau ist mit Holz am geringsten“, meint Andreas Krüger vom WWF-Deutschland.



Für den Zimmerer brechen gute Zeiten an, mindestens für den, der sich rechtzeitig auf Holzrahmenbau und Brettsperrholzbauweise einstellen kann.

Bauherr oder Handwerker: Wer muss was beweisen?

Ein vom Bauherrn unterschriebener Stundenzettel erspart dem Handwerker viel Ärger, wenn es um die Rechnung geht. Streitpunkt kann dann nur noch sein, ob auch effizient genug gearbeitet wurde.



Sollte der Bauherr tatsächlich die Meinung vertreten, dass die Arbeit nicht schnell und effizient genug durchgeführt wurden, dann steht ein neues Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig den Handwerkern jetzt zur Seite!



„Danach reicht es nicht, wenn der Kunde mangelnde Effizienz behauptet. Er muss schon exakt vortragen, warum nach seiner Meinung zu langsam oder ineffizient gearbeitet wurde“, erklärt Rechtsanwalt Wolfgang Reinders gegenüber DDH. Die Beweislast treffe den Kunden.



Aber aufgepasst: Ist der Stundenzettel dagegen nicht unterschrieben, muss der Handwerker seine Effizienz beweisen.

So wird die lästige Abrechnung zum Kinderspiel

Abrechnung für HandwerkerFür viele Handwerker ist sie einfach lästig, die Abrechnung. Sie schieben sie vor sich her. Doch ohne geht es nicht. Und gerade eine saubere und zeitnahe Abrechnung macht einen erfolgreichen Betrieb aus und beugt auch Streitereien mit dem Auftraggeber vor.

 

Deshalb beginnen die erfolgreichen Handwerker bereits mit der Angebotsabnahme abzurechnen, wie Experte Dr. Michael Rheindorf in der Verbandszeitschrift „DDH“ feststellt. Außerdem sollte der Vertrag abrechnungsfreundlich gestaltet und die Dokumentation auf der Baustelle vollständig sein.

 

Das Bausoll muss klar sein

 

Eine wichtige Voraussetzung für die Abrechnung: Das Bausoll muss eindeutig definiert sein. Wenn man sich als Handwerker in dem einen oder anderen Punkt nicht klar ist, sollte man das unbedingt beim Kunden ansprechen. Damit gibt es später keine Missverständnisse und vor allem auch keinen Streit.

 

Nicht jede Leistung, die man als Handwerker voraussetzt, ist übrigens für den Kunden selbstverständlich. Also versetzen Sie sich auch in die Sichtweise des Kunden.

 

Abrechnung nach Pauschalen

 

Ist das Risiko nicht zu hoch und sind die Massen bestimmbar, spricht nichts gegen einen Pauschalvertrag. Oft muss man bei der Hauptleistung auch gar keine Massen ermitteln.

 

Rechnet man nach Pauschalen ab, wird die Abrechnung einfach - auch für den Kunden, so dass an dieser Stelle nur selten Streit droht. Lediglich Nachträge und zusätzliche Leistungen muss man dann abseits des Pauschalvertrages nach Aufmaß entsprechend abrechnen.

 

Ist eine Abrechnung über Pauschalen nicht möglich, wird es deutlich komplizierter. Dann muss jede Leistung mit einem Aufmaß belegt werden - und zwar rechtzeitig sowie vollständig. Nur so erlangt man einen umfassenden Zahlungsanspruch.

 

Bautagebuch führen

 

Es ist immer eine gute Idee, die Bauarbeiten in einem Bautagebuch zu dokumentieren. Dieses sollte die Kolonnen, Stunden, Leistungen und Tätigkeiten sowie zusätzliche Anweisungen und Wünsche des Auftraggebers enthalten. Idealerweise bestätigt der Auftraggeber die Einträge im Bautagebuch. Auch Mitarbeiter sollten zum Bausoll Bescheid wissen, um Nachträge und Zusatzaufträge erkennen zu können.

 

Ist das Bausoll definiert, sind Pauschalen vereinbart und wird auch ein Bautagebuch geführt, dann ist die Abrechnung gar kein großes Problem mehr, vor dem man sich als Handwerker drücken muss, sondern fast schon ein Kinderspiel.

 

Wichtig ist es dabei, dass man die Abrechnungen zeitnah erstellt. Das hilft der eigenen Liquidität und die Arbeiten sind dann auf beiden Seiten noch besser in Erinnerung, auch das beugt einem Streit vor.

Nachtrag abrechnen als Einheitspreis oder nach Stunden?

Zusatzarbeiten richtig abrechnenEin Angebot kann noch so durchdacht sein, Zusatzarbeiten fallen bei Zimmerern oder Dachdeckern fast immer an. Doch wie kann man den Nachtrag abrechnen? Besser über Einheitspreise oder nach Stundenzettel?



Rein rechtlich gibt es Unterschiede nach VOB und BGB. Liegt ein VOB/B-Vertrag zugrunde, so hat der Auftraggeber das Recht, den Nachtrag anordnen zu können. Er muss ausgeführt werden. Der Preis dafür wird dann aus dem eigentlichen Angebot nachvollziehbar berechnet. Das bedeutet, dass hier Einheitspreise zur Geltung kommen.



Anders sieht es beim BGB-Vertrag aus. Hier kann der Auftraggeber lediglich seinen Wunsch zur Art der Abrechnung des Nachtrags äußern. Der Handwerker entscheidet. Deshalb sollte man in so einem Fall ein Nachtragsangebot entweder nach Einheitspreisen oder nach Stunden unterbreiten. Es liegt dann am Kunden, ob er es akzeptiert.



Nachtrag abrechnen - Der Stundenlohnzettel



Häufig wird ein Stundenlohnzettel vorgelegt und vom Auftraggeber unterschrieben. Beim VOB/B-Vertrag muss dieser den Stundenzettel unterschreiben, wenn er korrekt ist. Grundsätzlich dient diese Unterschrift zumindest als Beleg, dass die Stundenarbeit beauftragt wurde. Zu Rechtsstreitigkeiten kann es aber trotzdem kommen, wenn der Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Menge an Stunden gar nicht erforderlich war oder dass zu langsam oder zu aufwändig gearbeitet wurde.



Das Beste ist es deshalb noch immer, wenn man sich mit dem Auftraggeber beim Nachtrag vor und nach den Arbeiten genau abspricht und einigt. Dann gibt es den geringsten Ärger und wahrscheinlich auch keinen Grund für einen Streit.

 

Lesen Sie auch:
Bauvertrag nach BGB oder VOB/B?

Keine abZ für CE-Bauprodukte mehr

abZ BauprodukteKünftig gibt es keine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) für CE-Bauprodukte mehr. Das ist das Ergebnis nach einem EuGH-Urteil vom Oktober 2014, für das in Kürze die Umsetzungsfrist abläuft.

Das Deutsche Institut für Bautechnik hat deshalb jetzt eine Übergangslösung für allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen vorgestellt. Diese betrifft Bauprodukte mit der CE-Kennzeichnung, die nach der Bauproduktenverordnung (Verordnung (EU) Nr. 305/2011) zu einer CE+Ü-Kennzeichnung führen.

Das bedeutet ganz konkret nach der Bekanntmachung des Deutschen Institut für Bautechnik:
 
Sobald die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB) in Kraft tritt, wird die Bauregelliste B Teil 1 aufgehoben. Das wird frühestens am 26. Oktober der Fall sein. Allerdings kann sich dieses Inkrafttreten noch um drei weitere Monate verschieben. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt  „die Bauregelliste B Teil 1 mit Ausnahme der Pflicht, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen zum Nachweis von Produktleistungen vorzulegen und Übereinstimmungsnachweise zu erbringen, in Kraft“.
 
Mit dem Stichtag 16. Oktober sind für „harmonisierte Bauprodukte mit der CE-Kennzeichnung nach der Bauproduktenverordnung“ allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen oder sonstige nationale Verwendbarkeitsnachweise, Übereinstimmungsnachweise und zusätzliche Ü-Kennzeichnungen nicht mehr möglich. Man vollzieht für diese Bauprodukte die Regelungen zur Ü-Kennzeichnung nicht mehr. Das wird das Deutsche Institut für Bautechnik noch amtlich bekanntgeben.
 
Die Bewertungs- und Prüfungsergebnisse, die den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen zugrunde liegen, können als qualifizierte technische Dokumentation für die Beurteilung der Verwendbarkeit herangezogen werden – zumindest so lange, bis neue Erkenntnisse vorliegen.

Weitere Informationen dazu:

Künftig keine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) für CE-Bauprodukte – und nun?

EuGH-Urteil C-100/13

In Trinidad & Tobago auf der Walz

Auf der WalzDas ist eine spannende Geschichte, die wir bei der Mittelbayerischen Zeitung entdeckt haben: Josef Irlbeck aus Bad Kötzting war drei Jahre lang auf der Walz und hat auf seiner Reise unter anderem in Trinidad & Tobago an einer Radrennbahn mitgebaut.

Bei 37 Grad und das in voller Kluft. Doch damit nicht genug: Genauso hat er in seinen Walz-Klamotten die südamerikanischen Anden erwandert. Das soll dem 25-Jährigen erst einmal jemand nachmachen!

An seinen exotischen Arbeitsorten in fremden Ländern stellte er auch fest, dass dort Baustellen schon einmal stundenlang stillstehen, weil kein Material da ist. Keine Überraschung also, wenn dort oftmals nichts vorwärts geht.

Es geht auf der Walz um die Menschen


Seine wichtigste Erkenntnis, die er gewonnen hat, ist aber eine andere. Er sagte der „Mittelbayerischen“ nämlich: „Eigentlich geht es nur um die Menschen.“ Schnell hatte er in dem Zusammenhang auch bemerkt: „Du musst dich auf andere Menschen einstellen und dich auf dir nahestehende verlassen können.“

Das hat er geschafft. Jetzt ist er wieder daheim in Bad Kötzting. Vielleicht nimmt sich Josef Irlbeck die Meisterprüfung als nächstes Ziel vor. Es kann aber genauso sein, dass es ihn noch einmal in die Ferne zieht, denn die Schweiz hat es ihm angetan. „Dort sind Natur, Lebensgefühl und Komfort in einem sehr, sehr angenehmen Verhältnis“, verriet er der „Mittelbayerischen“.

Lesen Sie die ganze Geschichte auf www.mittelbayerische.de


Ein Original-Makita-Baustellenradio für Sie

Makita-Baustellenradio Das berühmte Baustellenradio von Makita: guter Empfang, ein starker Sound, solide und unverwüstlich. Genau das, was der Zimmerer braucht - denn mit Musik geht's einfach besser.

Ab dem 1. Juli läuft die Winkler-Sommeraktion. Bei Bestellung von 48 m³ Holz im Aktionszeitraum, schenken wir Ihnen ein Original-Baustellenradio von Makita.

Einzelbestellungen werden zusammengezählt.

Ein heißer Sound für heiße Tage. Die Aktion läuft bis zum 31. August 2016. Da ist Musik drin.

Jetzt bestellen unter 09951 60 33 00
Oder direkt online!

Mit Holz in die Höhe bauen

HolzbauMit der Verbreitung von verleimten Holz ist der Werkstoff berechenbarer und sicherer geworden. Immer häufiger werden auch mehrstöckige Gebäude aus Holz gebaut.



Ein für Holz großer Einsatzbereich aber zeichnet sich vor allem dort ab, wo bestehende Gebäude aufgestockt werden sollen. Holz ist verhältnismäßig leicht, es eignet sich hervorragend für eine Vorfabrikation in der Werkstatt, lässt sich leicht an bestehende Formen und Gegebenheiten anpassen und, Holz liegt voll im Trend. Gebäude und Gebäudeerweiterungen lassen sich schnell und unkompliziert ausführen.



Getrieben durch die schnell wachsende Nachfrage nach Wohnraum verbunden mit den knapper werdenden Landflächen wird die Bauordnung verändert, bestehende Gebäude dürfen und sollen aufgestockt werden. Die solide Bauweise der Vergangenheit ermöglicht dies an vielen Orten ohne weiteres. Zimmerer, es gibt Arbeit.

Abschlagszahlungen gehören heute dazu

AbschlagszahlungenEigentlich leuchtet es jedem ein: Wer einen Auftrag vergibt, der eine gewisse Größe hat und womöglich auch noch mit viel Materialeinkäufen verbunden ist, erwartet nicht, dass all das von seinen Lieferanten finanziert wird.



Also werden Abschlagszahlungen vereinbart: Etwa ein Drittel bei Auftragserteilung, ein Drittel vielleicht, wenn die Arbeit zur Hälfte fertig gestellt ist und ein Drittel nach Abschluss der Arbeiten.



Die Urlaubsreise wird vorausbezahlt, Anwälte verlangen eine Anzahlung und größere Maschinen und Anlagenhersteller inzwischen meistens auch. Da kann es ja nicht sein, dass ausgerechnet der Zimmerer seine Aufträge vorfinanziert und dann womöglich noch lange auf sein Geld warten muss.



Versuchen Sie bei größeren Aufträgen Abschlagszahlungen zu vereinbaren: Das tut Ihrer Liquidität gut und verhindert oft auch unnötige Streitereien.

Machen mobile Handwerker den Markt kaputt?

Die Zahl der mobilen Handwerker, also von Handwerkern ohne eigene Werkstatt, nimmt weiter zu. Doch was bedeutet das für den Markt?

Seit der Reform der Handwerksordnung vor zwölf Jahren gibt es immer mehr mobile Handwerker. Es handelt sich um keinen kurzfristigen Trend mehr. Diese mobilen Generalisten, die mehrere Gewerke auf einmal ausüben, haben sich auf dem Markt etabliert.

Dazu tragen auch die EU-Osterweiterung und eine neue Mentalität bei den Auftraggebern bei: „Do-it-yourself“ ist vorbei, „Do-it-for-me“ ist immer mehr angesagt.

Konsequenzen für Betriebe mit Werkstatt

Der „Hagebau-Report“, der sich mit dem Phänomen beschäftigt hat, geht davon aus, dass der Marktanteil der mobilen Generalisten weiter steigen wird.

Doch für die traditionellen Betriebe mit Werkstatt ist das noch lange kein Grund zur Panik. Statt sich als Konkurrenz zu sehen, macht es viel mehr Sinn, sich gegenseitig zu ergänzen und vielleicht die ein oder andere Kooperation einzugehen.

Der Markt wächst für alle

Genug Potenzial ist für alle Handwerker vorhanden - ob mobil oder mit eigener Werkstatt. Die deutsche Bauwirtschaft wächst weiter. Bei sieben Millionen deutschen Gebäuden, die älter als 35 Jahre sind, werden Jahr für Jahr Sanierungen anstehen. Es ist also genug Arbeit für alle da, der Markt wird nicht kaputt gehen.

Fakten zu den mobilen Handwerkern:

  • üben häufig drei Gewerke aus
  • unterhalten keine eigene Werkstatt
  • sind mobil erreichbar
  • haben durchschnittlich 1,6 Mitarbeiter
  • erwirtschaften bereits einen Jahresumsatz von 14,7 Milliarden Euro
  • momentan liegt der Marktanteil bei 5,1 %

 

Neue Normen für BSH im Überblick

In Deutschland wird die während Jahrzehnten gültige Norm DIN 1052 ersetzt durch die Regelungen der EN 14080:2013 und damit die europäische Norm übernommen. Mit der Anwendung der neuen Norm gilt das CE-Zeichen.
 
Unsere Hersteller haben inzwischen ihre Produktion umgestellt, ihre Hölzer entsprechen den neuen Normen. Für den Zimmerer heißt dies, dass statische Berechnungen in Zukunft auf die neuen Werte abzustimmen sind. Um Ihnen diese etwas näher zu bringen, haben wir Ihnen eine übersichtliche Tabelle zum Download bereitgestellt.

 

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Beim Angebot verkalkuliert - Was nun?

Verkalkuliert - Was tun?Wer ein Angebot abgibt, ist daran gebunden. Wie ist die Rechtslage aber dann, wenn man sich in einem Vergabeverfahren der öffentlichen Hand verkalkuliert hat?

 

Auch hier gilt zunächst: Der öffentliche Auftraggeber darf die Handwerker auf ihr Gebot festnageln.

Damit hatte sich sogar schon der Bundesgerichtshof beschäftigt und es 1998 so gesehen, dass das Risiko für eine falsche Kalkulation beim Betrieb liegt, der das Angebot abgibt.

Veränderte Rechtslage


Wie aber sieht es aus, wenn man sich ganz offensichtlich irrtümlich verkalkuliert hat und man nur deshalb viel billiger ist als alle anderen? Hier gibt es jetzt eine veränderte Rechtslage.

In den § 16 Abs. 6 VOB/A und 16 EG Abs. 6 VOB/A ist nämlich festgelegt, dass „auf ein Angebot mit einem unangemessen (…) niedrigen Preis der Zuschlag nicht erteilt werden“ darf.

Erheblicher Kalkulationsirrtum muss vorliegen


Interessant sind vor diesem Hintergrund zwei Urteile, die gefällt wurden. Wie der Rechtsanwalt Wolfgang Reinders in der jüngsten Ausgabe der DDH erklärte, sei es nach Ansicht dieser Gerichte "bei offensichtlichen Kalkulationsirrtümern rechtsmissbräuchlich, den Bieter an seinem Angebot festzuhalten".

Das gelte aber nur bei einem erheblichen und zugleich leicht erkennbaren Kalkulationsirrtum, der den Betrieb ruinieren würde. Dann darf der öffentliche Auftraggeber nicht mehr an dem Gebot festhalten und darauf bestehen.

Der Bundesgerichtshof hat diese Position gestützt und ganz konkret in einem Fall so entschieden, bei dem ein Bauunternehmer deutlich günstiger war als die Konkurrenz, weil er versehentlich falsche Mengen angesetzt hatte. Mehr zu dem Fall…

Preisangebote: Nerven bewahren

Preisdruck - am billigsten Sich gleich zum Jahresbeginn ein Auftragspolster sichern, der Wunsch vieler Zimmerer. Nicht wenige aber erkaufen sich dieses Polster durch Preisnachlässe und tiefe Angebote. Das kann gefährlich sein: Entgangene Gewinne aus dem ersten Quartal sind oft schwer aufzuholen, der Markt wird „versaut“ und die eigene Kapazität für die späteren, guten Aufträge wird blockiert.

2016 verspricht ein gutes Jahr zu werden. Die Prognosen für den Bau sind nicht schlecht und die Anzahl der Bauanträge so hoch wie lange nicht mehr. Naturgemäß aber kommen die Auftraggeber etwas schwer in die Gänge, nicht umsonst ist das „Januarloch“ zum geflügelten Wort geworden.

Natürlich kann es manchmal sinnvoll sein, den einen oder anderen Auftrag zu einem tieferen Preis reinzunehmen. Den Ertrag sollte man jedoch nicht aus den Augen lassen.

5 % Rabatt auf einen Auftrag scheinen nicht viel zu sein, für viele Betriebe aber sind diese 5 % von der Auftragssumme gleichbedeutend mit der Hälfte des Gewinns, die der Auftrag hätte bringen können.

 

Bleiben Sie gelassen und behalten Sie die Nerven

 

Bleiben Sie gelassen, lassen Sie Ihre Preise nicht übermäßig drücken. Sagen Sie dem Kunden, warum es sich lohnt, mit Ihnen zu arbeiten, warum es besser ist, Qualität einzukaufen und getrauen Sie sich, auch einmal „Nein“ zu sagen.

Es ist immer einer hier, der es noch ein bisschen billiger und schlechter machen kann – Sie aber wollen für Ihre Arbeit einstehen können, und dazu muss sie auch bezahlt werden. Natürlich klappt die Argumentation nicht immer, der Kampf um einen vernünftigen Preis für seine gute Leistung aber gehört für den Zimmerer zu den ertragsreichsten Tätigkeiten überhaupt.

Behalten Sie die Nerven, nehmen Sie nicht den ersten und vielleicht auch nicht den zweiten Auftrag – vielleicht aber nehmen Sie den dritten, mit dem Sie und Ihr Unternehmen auch Geld verdienen können.